Wo der Wildbach rauscht – Minisfreizeit 2011

Rom, München, Toledo, …. Niederaudorf. Während die vorausgegangenen Ziele eher bestaunt wurden, gab es diesmal nahezu entsetzte Reaktionen wie „Was wollt ihr denn DA?“,Da sagen sich doch Fuchs und Has‘ gute Nacht“ oder die begründeten Fragen wie „Wohin??“ oder „Wo liegt denn das überhaupt?„. Dass Niederaudorf erst im vergangenen Jahr im Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft zum schönsten Dorf Deutschlands ausgezeichnet wurde, hat auch niemanden überzeugt, jedoch mehr die Begründung, dass wir das Karmelitenkloster Reisach als Anlaufpunkt haben wollten.

Bei Sonnenschein verließen wir am Montag der zweiten Ferienwoche – gestärkt mit dem Reisesegen durch P. Günter – das Würzburger Kloster. Am frühen Nachmittag erreichten wir unser Ziel im Inntal, wo wir zunächst unser Quartier, das Gästehaus Böhm, anfuhren. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, besorgten wir die Lebensmittel fürs Abendessen und steuerten das Kloster an, um jene zu verstauen. Die restliche Zeit des Nachmittags nutzten wir noch für einen Spaziergang zur Zollbrücke über den Inn nach Österreich und sportliche Aktivitäten im Klosterhof.

Am Dienstag Vormittag trafen wir uns hoch oben auf dem Sudelfeld mit Katharina Kern, mit der wir zur Schweinsteiger-Alm hinaufstiegen. Dort erhielten wir Einblick in den Almbetrieb, indem wir Käse selbst herstellten, zwischen Kühen und Pferden umherstreiften und uns mit einer Brotzeit sowie frischer Milch stärkten. Nach vier Stunden fuhren wir wieder zurück ins Tal, von wo es gleich zum Samerberg weiterging, um eine Runde Bauerngolf zu spielen. Zum Abendessen waren wir wieder im Kloster, wo wir bei Spielen den Tag ausklingen ließen.

Da die Unwetter erst für den Abend angekündigt waren, konnten wir am Mittwoch Vormittag zu unserer Wanderung auf den Wendelstein aufbrechen. Vom Sudelfeld stiegen wir bei sommerlichen Temperaturen in rund zweieinhalb Stunden die rund 700 Höhenmeter zum Gipfel hinauf, wo wir mit einer großartigen Aussicht belohnt wurden. Nicht zu vergessen das Glücksgefühl, den Berg zu Fuß und nicht, wie die meisten auf dem Berg anwesenden Touristen, mit einer der Bergbahnen erreicht zu haben. Abends wollten wir eigentlich im Kloster grillen, jedoch wurden wir spontan von den Landfrauen, die parallel die Segnung des Kräutergartens im Kloster feierten, zum Abendessen eingeladen.

Am Donnerstag, dem Fronleichnamstag, besuchten wir zunächst die Heilige Messe, der eine Klosterführung durch P. Bruno folgte. Zum Mittagessen sind wir gemeinsam mit den Patres in die Klosterwirtschaft Waller eingekehrt, währenddessen es sich draußen ziemlich einregnete. Am Nachmittag besichtigten wir den Fohlenhof in Ebbs (Tirol), der als Weltzentrum der Haflinger-Zucht gilt; an Pferden mangelte es wirklich nicht. Abends nahmen wir einen zweiten Grill-Anlauf, dem sich die meisten Patres anschlossen.

Den Freitag verbrachten wir im Alpamare in Bad Tölz, wo wir uns beim Rutschen, Indoor-Surfen und Herumtoben so verausgabten, dass den meisten auf der Rückfahrt nach Niederaudorf die Augen zufielen. Nach dem Abschlussessen in der Klosterwirtschaft verabschiedeten wir uns im Kloster und beendeten den letzten Tag – wie jeden Abend – mit Spielen, bevor wir uns schon wieder ans Packen machen mussten.

Am Samstag traten wir nach dem Frühstück schon wieder die Heimfahrt an, die wir jedoch in München für einen Besuch im Münchener Kloster sowie einer Runde Fußball und Badminton im Olympiapark unterbrachen.

Schnell waren die Tage vorbei und wir können auf eine fröhliche, stets harmonische Woche zurückblicken. Die Kritiker des Gold-Dorfes kann ja nun jeder selbst eines Besseren belehren.

Ein besonderer Dank geht an die Familie Böhm, die uns die ganze Woche bestens betreut und mit einem reichlichen Frühstück versorgt hat. Ein herzliches Vergelt’s Gott auch den Patres im Kloster für die Gastfreundschaft.

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