Basst scho‘!

Irgendwie nichts passiert letzte Woche. Wir hatten Streit mit dem Gärtner, weil er der Meinung ist, wir würden uns beim Prior über ihn beschweren und um 2 mal Garten die Woche zu erflehen anstatt 3 mal. Beides allerdings nicht wahr. Der einzige, der sich je beim Prior beschwert hat, war er. Es bleibt also alles beim Alten, was ihn total wütend macht und wir das jetzt zu spüren bekommen, indem er uns immer, wenn er uns sieht, dumm anmacht. Kann uns egal sein, weil er keine Macht über uns hat. Nur komisch diese Entwicklung, weil wir uns eigentlich bisher ganz gut mit ihm verstanden haben. Vielleicht ist ja irgendwas passiert. An Pentecoste gab es nach dem Mittagessen im Refektorium ein kleines Konzert. Erst spielte ein Argentinier auf einer Gitarre ein Fischerlied aus seiner Heimat. Unglaublich schön. Dann spielten ein Senegalese auf einem fremden Instrument mit vielen Saiten ein senegalesisches Lied, während ein Landsmann dazu sang. Auch wunderschön. Danach performte ein Chinese ein Lied auf einer chinesischen Flöte. Sehr fremd und sehr schön. Als letztes sang ein Chor aus sechs Koreanern (also Choreaner) ein koreanisches Lied mehrstimmig. Außerordentlich schön anzuhören. Konnte mich gar nicht entscheiden, was dann das schönste war. Danach gab es einen kleinen Drink. Im Hof waren einige Spirituosen vorbereitet worden. Das wurde dann für einige Mönche ein dermaßener Abschuss. Ansonsten lern ich noch viel Japanisch und verbringe die Zeit wie immer. Nächste Woche kommt dann ihr.