Ist doch Ehrensache!

„Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für die Gesellschaft engagieren“ heißt die ARD-Themenwoche vom 10. bis zum 16. Mai 2009. Anlässlich des Projekts möchten wir auch uns Ministranten (das gilt für alle) ins Gespräch bringen, da wir mit unserem Dienst ebenfalls ein Ehrenamt ausüben. Inwiefern wir uns damit für die Gesellschaft engagieren, kann jeder für sich selbst entscheiden. In dieser Woche werden wir zu dieser Aktion zwar keinen zusätzlichen Beitrag mehr liefern können, aber wir haben uns schon vor einigen Wochen vorgenommen, an einem sonnigen Samstag mit Willi Mensch ärgere Dich nicht zu spielen; er weiß nur noch nichts von seinem Glück.

Nightfever Würzburg Vol. 1

Kaum wiederzuerkennen war gestern Abend unsere Kirche beim ersten Würzburger Nightfever. Dass wir einen außergewöhnlicher Abend erwarten durften, versprach schon die Eucharistiefeier um 18 Uhr, die – wie auch der ganze Abend – von der sehr guten Jugendband Denkmal aus Mellrichstadt musikalisch gestaltet wurde. Im Anschluss daran verschwand die Altarinsel unter einer rot-weißen Decke, die Lampen gingen aus und es leuchteten nur noch die Kerzen im Baldachin, die Leuchter – natürlich auch die Osterkerze – sowie die Opferlichter an den Innen- bzw. Außenseiten der Bänke. Es folgte die Aussetzung des Allerheiligsten zur Anbetung bis in die Nacht hinein.

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Jeder war nun eingeladen, nach vorne zu kommen, um eine Kerze anzuzünden und ein Anliegen auf einen Zettel zu schreiben, der mit allen anderen – gesammelt in einer Kiste – den Schwestern im Karmelitinnenkloster Himmelspforten zum Gebet anvertraut wird. In den hinteren Seitenkapellen gab es die Gelegenheit, mit Priestern das (Beicht-) Gespräch zu suchen. Während in der Kirche gebetet und gesungen wurde, sprachen auf der Straße Mithelfer der Aktion Passanten an und luden sie zum Nightfever ein. Um 21 Uhr hielt Bischof Dr. Friedhelm Hofmann parallel in der gut besuchten Krypta eine Katechese zum Thema Eucharistie und stellte sich anschließend der Fragen – sogar auf Englisch. Mit der Komplet endete ein stimmungsvolle Abend, der uns schon auf den nächsten Termin, den 18. Juli, freuen lässt.

Fotos gibt es in der Galerie und das erste Video steht auch schon zur Verfügung – weitere folgen.

Ein Interview mit P. Günter könnt Ihr hier nachlesen.

Nightfever

Flyer NightfeverWie Ihr wahrscheinlich schon den Plakaten oder ausliegenden Flyern entnommen habt, findet am 9. Mai in unserer Kirche das erste Würzburger Nightfever statt. Am 18. Juli folgt der zweite Termin – wieder bei uns – und am 31. Oktober die dritte Auflage im Dom. „Die Freude und Gemeinschaft im Glauben sollten nicht bei einer Großveranstaltung enden„, lautete der Gedanke für die erste Veranstaltung in Bonn 2005 im Anschluss an den Weltjugendtag. Seitdem gab/gibt es Nightfever bereits in 14 Städten, zu denen nun auch Würzburg zählt.

Zu Beginn wird eine Heilige Messe gefeiert, die musikalisch von der Kirchenband Denkmal aus Mellrichstadt gestaltet wird. Ab 19.30 Uhr besteht bis in die Nacht hinein die Möglichkeit zu Gebet, Gesang und Gespräch. Parallel dazu werden auf der Straße Helfer der Aktion speziell junge Leute ansprechen und in die Kirche einladen. Um 21 Uhr wird eine Katechese in der Krypta von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann gehalten. Das Nightfever endet schließlich mit der Komplet um 23 Uhr.

Der Abend ist eine gute Gelegenheit, unsere Kirche wieder mit jungem Publikum zu füllen, daher dürft Ihr auch fleißig Werbung machen. Wer Lust und Zeit hat, ist herzlich eingeladen und darf auch bei der Eucharistiefeier um 18 Uhr ministrieren. Alle weiteren Informationen gibt es hier:

www.karmelitenkloster-wuerzburg.de
www.nightfever-wuerzburg.de
www.nightfever-online.de

Ein neuer General

Derzeit findet im Domus Carmeli in Fátima das 90. Generalkapitel des Ordens der Unbeschuhten Karmeliten statt, an dem mehr als 100 Ordensangehörige aus 80 Nationen teilnehmen. Aus Deutschland sind der Provinzial P. Ulrich Dobhan und – als Sozius – P. Michael Jakel nach Portugal gereist.

Am Montag wählten die 106 stimmberechtigten Kapitulare einen neuen Generaloberen, den Italiener P. Saverio Cannistrà.  Er übernimmt somit das Amt des bisherigen Ordensgenerals P. Luis Aróstegui, den wir bei unserer Minisfreizeit in Rom vor zwei Jahren in der Generalkurie treffen durften. P. Saverio stammt aus Kalabrien und wurde erst letztes Jahr zum Provinzial der toskanischen Provinz gewählt.

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P. General Saverio Cannistrà

Das Generalkapitel dauert noch bis 8. Mai und beinhaltet u.a. die Wahl der Generaldefinitoren, Berichte über die Entwicklung in den vergangenen sechs Jahren bzw. die Situation des Ordens sowie Vorträge.

Mehr Informationen und Fotos gibt es auf der speziell für das Generalkapitel eingerichteten Website.

Erster gemeinsamer Palmsonntag

Heute feierten wir zum ersten Mal gemeinsam mit der Pfarrei St. Peter und Paul den Palmsonntag. Geleitet wurde der Gottesdienst von Pfarrer Dr. Jürgen Vorndran, der erst Ende letzten Jahres zum Dompfarrer und zugleich zum Pfarrer von den Pfarreien St. Peter und Paul, Neumünster und der Hofpfarrei ernannt wurde; P. Günter Aldenhoff konzelebrierte. Gemeinsam bedeutet auch, dass die Ministranten sich nicht nur aus unseren Reihen, sondern auch von St. Peter und Paul sowie dem Dom zusammensetzten.

Wie bei den Peterern üblich begann der Gottesdienst bereits um 09.15 Uhr mit der Palmweihe in unserer Reuererkirche, bevor wir mit einer Prozession über die Sanderstraße, Rotlöwengasse und Münzstraße in die Pfarrkirche einzogen. Dort feierten wir das Hochamt einschließlich der Markus-Passion.

Die Idee der gemeinsamen Feier wurde unserer Ansicht nach von allen Beteiligten erfolgreich umgesetzt und verspricht zukünftig eine gute Zusammenarbeit – auch im Hinblick auf unsere Reuererprozession.

Gruppenfoto Reuerer und Peterer

Weitere Bilder vom heutigen Gottesdienst sind in der Galerie hinterlegt.

Ministranten-Boom in Bayern

Die Nachrichtenagentur ddp meldet einen Ministranten-Boom in Bayern. Eine Umfrage ergab, dass alle sieben Diözesen ein Plus verzeichnen konnten, das Bistum Würzburg gab beispielsweise einen Anstieg um 7,5% an. Leider wissen wir nicht, wieviele der insgesamt 138.000 bayerischen Ministranten in unserem Bistum gezählt wurden; uns hat auch niemand gefragt. Von Boom können wir unsere Gruppe betreffend auch nur hinsichtlich unseres neuen Weihbischofs sprechen als von einem Ministranten-Zuwachs, was hauptsächlich daran liegt, dass wir nicht wie die Pfarreien alljährlich auf Erstkommunionkinder zurückgreifen können. Dabei erfüllen wir so ziemlich alle genannten Komponenten des Ministrantendienstes: Den Dienst am Altar (sogar mindestens einmal wöchentlich) sowie den sozialen Aspekt in Form von Gruppenarbeit und Gemeinschaft. Wir haben dennoch Glück, dass  wir zu den Gruppen gehören, bei denen das hier angegebene maximale Durchschnittsalter bei weitem überschritten wird, was wir erst an Weihnachten (Durchschnittsalter 22,15 Jahre) wieder gezeigt haben. Dass seit einigen Monaten wieder einige Familien mit Kindern in unsere Kirche (zurück-)kommen, gibt jedoch Zuversicht. Wer sich den ganzen Artikel durchlesen möchte, kann das hier gerne tun.

[Nachtrag: Inzwischen wurden Zahlen für das Bistum Würzburg veröffentlicht: Der MAKDW berichtet über 17.755 und die Pressestelle des Bistum über 17.555 Ministranten. Der Bischof hat sich auch über die geringere Zahl gefreut, auch wenn wir nicht wissen, ob wir überhaupt mit eingerechnet wurden.]